| Mobbing |
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Daniel geht mit Bauchschmerzen zur Schule. Angst ist seit längerem sein ständiger Begleiter. Vor der Klassentür zögert er und holt noch einmal tief Luft. Dann geht er in die Klasse und will sich schnell auf seinen Platz setzen.
![]() ©Sara Hoffmann/Stock.xchng Kommt dir das bekannt vor? Diese Szene ist von mir erfunden, aber in ähnlicher Form kannst du sie täglich in der Schule erleben. Ein Mitschüler oder eine Mitschülerin wird ausgegrenzt, drangsaliert, geärgert, gedemütigt, körperlich oder mit Worten angegriffen. Er oder sie ist Opfer von Mobbing!
Definition(aus WIKIPEDIA)
![]() ©Sanja Gjenero/RGBstock Mobbing-OpferDas typische Mobbing-Opfer ist in einer Außenseiterposition, weil es in irgendeinem Punkt anders ist als die anderen. Das kann die Herkunft sein, ein Dialekt, andere Interessen als die tonangebende Clique in der Klasse oder auch besonders gute oder schlechte Leistungen. Folgen von Mobbing: Angst, in die Schule zu gehen, Nervosität, Stress, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche oder sogar Depressionen. Mobber (Täter)Schüler und Schülerinnen, die mobben, sind meistens in der Klassengemeinschaft beliebt und gehören der Clique an, die besonders „in“ ist. Sie sind impulsiv und tonangebend, stehen gern im Mittelpunkt und sind selbstsicher. Jungs tendieren eher zu körperlichen Angriffen, Mädchen sind subtiler und mobben und verletzen eher mit Worten. Mitmobber (Mittäter)
![]() ©Zichael Zacharzewski/Stock.xchng ZuschauerDie größte Gruppe, die Mobbing überhaupt erst möglich macht, ist die schweigende Mehrheit, die zuschaut. Sie sehen das, was geschieht und lehnen es auch oft ab. Aber die Angst, selber Opfer zu werden oder Nachteile in Kauf zu nehmen, wenn sie sich gegen das Mobbing wenden, ist groß. Oft wissen sie auch nicht, was sie tun sollen.
Tipps für Gemobbte
Als Mobbingopfer solltest du dir auf jeden Fall Hilfe holen. Du bist nicht allein! Wenn du niemanden weißt, dem du dich anvertrauen kannst, dann sind unten einige Internetadressen und Telefonnummern angegeben, wo du Rat und Hilfe findest. Du kannst sicher auch im Telefonbuch Nummern z.B. von Telefonseelsorge, Kinderschutzzentren oder anderen Hilfsangeboten finden. Schweige nicht, sondern sprich mit jemand darüber!
Mobbing und Christsein
![]() ©Cherie Wren/Stock.xchng „So kann auch die Zunge, so klein sie auch ist, enormen Schaden anrichten.“ (Jakobusbrief 3,5) „Aber die Weisheit, die von Gott kommt, ist vor allem rein. Sie sucht den Frieden, ist freundlich und bereit, nachzugeben. Sie zeichnet sich durch Barmherzigkeit und gute Taten aus. Sie ist unparteiisch und immer aufrichtig. Und wer Frieden stiftet, wird in Frieden säen und Gerechtigkeit ernten.“ (Jakobusbrief 3,17-18) Wenn du zum Kreis der Mobber oder Mitmobber gehörst, bitte Gott um Vergebung und um Hilfe, dein Verhalten zu ändern. Wende dich an eine Person deines Vertrauens und sprich mit ihr darüber, was du tun kannst. Wenn du zu den Zuschauern gehörst, bitte Gott dir zu zeigen, wie du den Mobbern und dem Opfer helfen kannst. Sprich mit Vertrauenspersonen und versucht Lösungen zu finden. Tu etwas und schau nicht länger zu! „Gott segnet die, die sich um Frieden bemühen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ (Matthäus 5,9)
(Auszüge aus: „Warum seid ihr nur so gemein!“, Jutta Georg, Hänssler Verlag, 2006; SOS – Themen der Jugendseelsorge, Th. Riewesell, St. Schmid, Born Verlag 2007; www.wikipedia.de und www.basta-net.de )
Internet
Telefon
Deutschland: Österreich: Kinderschutz-Zentrum Salzburg, Beratung: 0662 - 44 9 11
Schweiz:
Bücher„SOS – Themen der Jugendseelsorge“, Th. Riewesell, St. Schmid, Born Verlag 2007 „Warum seid ihr nur so gemein!“, Jutta Georg, Hänssler Verlag, 2006 |